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03.09.2010

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Neuer Skandal um „Axolotl Roadkill“

Das Verlagshaus Ullstein kommt nicht zur Ruhe. Seit der Veröffentlichung des Romans „Axolotl Roadkill“ von Helene Hegemann schlagen die Wellen hoch. Plagiatsvorwürfe, langweilige Sprache, langweilige Geschichte, langweiliges Mädchen, all das musste sich der Verlag und vor allem die junge Autorin anhören. Doch jetzt meldet sich der „Vater“ von „Helene Hegemann“ zu Wort.

In einer bizarr anmutenden Pressemitteilung hat sich der etablierte Autor und Theaterregisseur an die Öffentlichkeit gewendet. „Helene Hegemann“, das angeblich spannendste Mädchen Deutschlands, ist eine Erfindung. Carl Hegemann, der sich bislang als Vater der Superüberraschungserfolgsautorin ausgegeben hat, ließ die Bombe platzen. „Ja, ich habe die Heli erfunden!“ Auf die Frage danach, warum er das getan habe, gibt der charmante Autor und Theaterregisseur überzeugend Auskunft: „Ich wollte schon immer mal einen Roman schreiben, der besonders zeitgeistig ist. Aber diese absurde Fäkal- und Bumssprache hätte mir persönlich doch niemand abgenommen. So musste ich eben die Helene erfinden.“

 

Die steile Karriere seiner Tochter hatte er sich so aber nicht ausgemalt. „Das ist schon eine Überraschung für mich aber auch gar nicht so verwirrend, da ich die Helene aus den besten Eigenschaften der angesagtesten Frauen Deutschlands gemacht habe. Sie hat die unnatürliche Fröhlichkeit von Nena, den Blick für das Wesentliche und ein kompaktes Wertesystem von Uschi Glas und die Haare von Ulrike Meinhof. Ich finde das ist die beste Mischung.“ Der Verlag hat sich bisher noch nicht zu den Neuigkeiten aus dem Hause Hegemann geäußert. Unklar bleibt, wer das Mädchen ist, das in den letzten Wochen in den Medien herumgereicht wurde. Gerüchte machen sich breit, dass sie eine Praktikantin des Verlags sei, dass sie ein aus der Ukraine stammendes, nicht alterndes mentales Medium sei oder aber für zehn Euro einfach fast alles macht.

Carl Hegemann will sich nicht weiter dazu äußern. Für ihn ist dieses Kapitel seines Lebens abgeschlossen. Und so bleiben uns nur die letzten Worte seiner Pressekonferenz: „Ich habe einen fantastischen Roman geschrieben. Das macht mich total glücklich. Wissen Sie, ich bin zwar keine 17 mehr aber ich habe noch immer die prallen Eier, diesen faschistischen Literaturbetrieb mal so richtig durchzuficken. Das sollten wir alle viel öfter machen: diesen faschistischen Literaturbetrieb mal so richtig schön durchficken. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!“

 


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Axolotl Roadkill

Lesen Sie es selbst!

Helene Hegemann: Axolotl Roadkill

'Schreckliche Leben sind der größte Glücksfall', schreibt die 16jährige Mifti in ihr Tagebuch. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie in Berlin, und als 'pseudo-belastungsgestörtes' Problemkind durchläuft sie nach 'Jahren der Duldungsstarre' gerade eine extrem negative Entwicklung. (Quelle: Amazon.de)

Die Taschenbuch-Ausgabe für 14,95 €

 

 


 

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